Die initiative Mord verjährt nicht

Wir erinnern an den neonazistischen Mord an Mehmet Turgut am 25. Februar 2004 in Rostock.

Wir engagieren uns für ein kritisches Gedenken, dass die Perspektiven der Betroffenen unterstützt.

Wir fordern

Eine Antwort auf die Frage, warum Mehmet Turgut ermordert wurde.

Die Straße, in der Mehmet Turgut ermordet wurde, soll seinen Namen tragen.

Wir gestalten

Die Gedenkveranstaltungen an Mehmet Turgut in Rostock.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zum Gedenken an Mehmet Turgut.

Bildungsveranstaltungen über den NSU und die Aufklärung.

Breites Netzwerk

Seit 2011 haben sich viele Menschen in Rostock für das Gedenken an Mehmet Turgut eingesetzt.

Darüber hinaus sind wir eingebunden in ein breites Netzwerk aus regionalen und bundesweiten Inititativen.

Das Gedenken an Mehmet Turgut

Wir gedenken Mehmet Turgut, der vor 22 Jahren, am 25. Februar 2004, vom rechten Terrornetzwerk NSU in Rostock ermordet wurde. Er war Sohn, Bruder und Freund.

Mehmet kam aus einem Dorf im Osten der Türkei nach Deutschland. Hier versuchte er, trotz vieler Widerstände, ein besseres Leben für sich aufzubauen.

Doch Mehmets Träumen wurde durch Schüsse aus nächster Nähe ein grausames Ende gesetzt, als er gerade in einem Dönerladen in Toitenwinkel arbeitete. Was folgte, war das totale Versagen der deutschen Behörden. Sie ermittelten gegen Mehmets Familie und nicht gegen die Neonazis, die Mehmets Vater in Verdacht hatte.

So konnten Mehmets Mörder bis 2011 insgesamt zehn Menschen töten und und viele weitere bei Sprengstoffanschlägen und Raubüberfällen verletzen. Erst nach der Selbstenttarnung des Terrornetzwerks musste auch die Polizei endlich die rassistischen Motive hinter den Taten einräumen.

Wir fordern die Aufklärung des NSU-Komplex!

Im Umfeld des NSU gab es viele Spitzel des Verfassungsschutzes. Doch statt an der Aufklärung der Mordserie mitzuwirken, vernichtete der Geheimdienst Akten und blockierte die Ermittlungen. Bis heute sind viele Fragen ungeklärt.

Wir fordern den Mehmet-Turgut-Weg!

In Erinnerung an ihren ermordeten Sohn und Bruder wünscht sich die Familie Turgut die Umbenennung des Neudierkower Weg, in dem der Tatort liegt, in Mehmet-Turgut-Weg. Doch obwohl in dem kurzen Weg nur wenige Häuser liegen, sind die Verantwortlichen aus Ortsteilen, Bürgerschaft und Stadtverwaltung diesem Wunsch bisher nicht nachgekommen.

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