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  • Gedenken an Mehmet Turgut 25.02.2026

    Gedenken an Mehmet Turgut 25.02.2026

    17 Uhr bei der Gedenkstätte Mehmet Turgut (Haltestelle Martin-Niemöller-Straße)

      Wir gedenken Mehmet Turgut, der vor 22 Jahren, am 25. Februar 2004, vom rechten Terrornetzwerk NSU in Rostock ermordet wurde.

      Er war Sohn, Bruder und Freund.

      Wir gedenken Mehmet Turgut, der vor 22 Jahren, am 25. Februar 2004, vom rechten Terrornetzwerk NSU in Rostock ermordet wurde. Mehmet kam aus einem Dorf im Osten der Türkei nach Deutschland. Hier versuchte er, trotz vieler Widerstände, ein besseres Leben für sich aufzubauen.

      Doch Mehmets Träumen wurde durch Schüsse aus nächster Nähe ein grausames Ende gesetzt, als er gerade in einem Dönerladen in Toitenwinkel arbeitete. Was folgte, war das totale Versagen der deutschen Behörden. Sie ermittelten gegen Mehmets Familie und nicht gegen die Neonazis, die Mehmets Vater in Verdacht hatte.

      So konnten Mehmets Mörder bis 2011 insgesamt zehn Menschen töten und und viele weitere bei Sprengstoffanschlägen und Raubüberfällen verletzen. Erst nach der Selbstenttarnung des Terrornetzwerks musste auch die Polizei endlich die rassistischen Motive hinter den Taten einräumen.

      Im Umfeld des NSU gab es viele Spitzel des Verfassungsschutzes. Doch statt an der Aufklärung der Mordserie mitzuwirken, vernichtete der Geheimdienst Akten und blockierte die Ermittlungen. Bis heute sind viele Fragen ungeklärt.

      Wir fordern die Aufklärung des NSU-Komplex!

      In Erinnerung an ihren ermordeten Sohn und Bruder wünscht sich die Familie Turgut die Umbenennung des Neudierkower Weg, in dem der Tatort liegt, in Mehmet-Turgut-Weg. Doch obwohl in dem kurzen Weg nur wenige Häuser liegen, sind die Verantwortlichen aus Ortsteilen, Bürgerschaft und Stadtverwaltung diesem Wunsch bisher nicht nachgekommen.

      Wir fordern den Mehmet-Turgut-Weg!

    1. Die Aufarbeitung der NSU-Morde – Vortrag von Caro Keller

      Die Aufarbeitung der NSU-Morde – Vortrag von Caro Keller

      20.02.26 Universitätshauptgebäude (Universitätsplatz 1) Raum 218 – Vortrag von Caro Keller vom NSU-Watch

      Vor 22 Jahren ermordeten die Rechtsterroristen des selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Rostock Mehmet Turgut in einem Imbiss. In den darauffolgenden Jahren überfielen sie zwei Mal eine Filiale der Sparkasse in Stralsund. Erst 2011 wurde klar, dass diese Taten Teil einer seit 1998 andauernden Serie von politisch motivierten Morden, Anschlägen und Überfällen waren.

      Das Ende dieser Serie und die Zuordnung der Taten ins rechtsradikale Millieu war nicht das Resultat jahrelanger, kleinteiliger Ermittlung der Strafverfolgung, sondern das Ergebnis eines fehlgeschlagenen Banküberfalls und der anschließenden Selbstbekennung durch den NSU. Je mehr Details über die Abläufe der Ermittlungen bekannt wurden, musste sich die Frage gestellt werden, inwieweit die Polizeibehörden und der Verfassungsschutz zur Aufklärung beigetragen haben oder diese eher verhindert haben.

      Obwohl den Angehörigen der Betroffenen in der Öffentlichkeit eine vollständige Aufklärung versprochen wurde, sind bis heute viele Fragen zu den Taten des NSU unbeantwortet. In Schweriner Landtag wurden zwei Parlamentarische Untersuchungsausschüsse eingerichtet, um die Verbindungen des NSU-Kerntrios nach Mecklenburg-Vorpommern zu beleuchten. Die Journalistin Caro Keller vom Projekt NSUwatch verfolgt den politischen und zivilgesellschaftlichen Aufarbeitungsprozess von Anfang an und berichtet von ihren Erfahrungen, den gewonnenen Erkenntnissen und den frustrierenden Momenten.

      Beitragsbild Foto von Bildwerk Rostock „Kein Schlusstrich! Rostock Juli 2018“

    2. Gedenk Initative stellt sich vor

      Gedenk Initative stellt sich vor

      A 13.02.26 diskutiert das OAT ab 18 Uhr im Café Median über das Gedenken an Mehmet Turgut.