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  • Die Aufarbeitung der NSU-Morde – Vortrag von Caro Keller

    Die Aufarbeitung der NSU-Morde – Vortrag von Caro Keller

    20.02.26 Universitätshauptgebäude (Universitätsplatz 1) Raum 218 – Vortrag von Caro Keller vom NSU-Watch

    Vor 22 Jahren ermordeten die Rechtsterroristen des selbsternannten Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) in Rostock Mehmet Turgut in einem Imbiss. In den darauffolgenden Jahren überfielen sie zwei Mal eine Filiale der Sparkasse in Stralsund. Erst 2011 wurde klar, dass diese Taten Teil einer seit 1998 andauernden Serie von politisch motivierten Morden, Anschlägen und Überfällen waren.

    Das Ende dieser Serie und die Zuordnung der Taten ins rechtsradikale Millieu war nicht das Resultat jahrelanger, kleinteiliger Ermittlung der Strafverfolgung, sondern das Ergebnis eines fehlgeschlagenen Banküberfalls und der anschließenden Selbstbekennung durch den NSU. Je mehr Details über die Abläufe der Ermittlungen bekannt wurden, musste sich die Frage gestellt werden, inwieweit die Polizeibehörden und der Verfassungsschutz zur Aufklärung beigetragen haben oder diese eher verhindert haben.

    Obwohl den Angehörigen der Betroffenen in der Öffentlichkeit eine vollständige Aufklärung versprochen wurde, sind bis heute viele Fragen zu den Taten des NSU unbeantwortet. In Schweriner Landtag wurden zwei Parlamentarische Untersuchungsausschüsse eingerichtet, um die Verbindungen des NSU-Kerntrios nach Mecklenburg-Vorpommern zu beleuchten. Die Journalistin Caro Keller vom Projekt NSUwatch verfolgt den politischen und zivilgesellschaftlichen Aufarbeitungsprozess von Anfang an und berichtet von ihren Erfahrungen, den gewonnenen Erkenntnissen und den frustrierenden Momenten.

    Beitragsbild Foto von Bildwerk Rostock „Kein Schlusstrich! Rostock Juli 2018“